I Run 661 & Infinity Loops

Im März stehen zwei Trainingsevent auf meiner Agenda: I Run 661 und Infinity Loops. Um was es bei diesen Events geht, erkläre ich im folgendem Artikel.

Beide Events werden von „Meldeläufer“ organisiert, dem Veranstalter des Goldsteig Ultra Race. „I Run 661“ ist ein Vorbereitungsevent auf genau dieses Rennen. Die Langstrecke auf dem Goldsteig hat einen Umfang von 661km, für die man acht Tage Zeit hat. Die Challenge besteht darin, die Strecke, innerhalb des Monats März zu bewältigen. Das klingt nach viel Zeit, erfordert dennoch im Durchschnitt jeden Tag 21,3km zu laufen. Wo man die Strecke läuft und in welcher Geschwindigkeit ist egal, auch Gehen ist erlaubt. Obwohl ich, dieses Jahr, nur an der Kurzstrecke über 166km teilnehmen werde, möchte ich mich der Challenge stellen um mehrere Dinge zu testen bzw. zu trainieren:

  • Bewusst langsames/sparsames laufen: Dies halte ich für den Schlüssel für den Erfolg auf langen Strecken. Energieaufnahme und Energieverbrauch müssen sich die Waage halten und die Muskeln dürfen nicht in Sauerstoffschuld geraten, um Übersäuern zu vermeiden. Beides erfordert eine kontrollierte langsame Geschwindigkeit.
  • Regenerationsfähigkeit: Ich möchte testen, ob sich mein Körper ausreichend schnell erholen kann, um ein wochenlanges ununterbrochenes Training durchzustehen. Sollte ich merken, dass dies nicht der Fall ist, bleibt mir nur der Abbruch der Challenge.
  • Mentale härte: Ich bin sicher, dass es im März Tage geben wird, an denen ich die Laufschuhe lieber links liegen lassen würde, als mich zum nächsten Halbmarathon aufzuraffen. Diese Tiefs durchstehen zu können ist wichtig.

Die „Infinity Loops“ hatte ich in meiner ursprünglichen Jahresplanung nicht auf der Rechnung. Ich bin auf das Event aufmerksam geworden, als ich nach einer Alternative für den sechs Stunden Lauf in Nürnberg gesucht habe, der dieses Jahr leider abgesagt wurde. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um einen Stundenlauf auf einem unendlich oft zu umlaufenden Kurs, sondern um einen Pyramidenlauf. Es werden nacheinander vier Strecken gelaufen: 5km, 10km, 15km und 20km. Nach einer Pause von zwei Stunden, werden die Kurse, erneut, in umgekehrter Reihenfolge und Laufrichtung in Angriff genommen. In Summe also 100km. Gelaufen wird vorrangig auf Waldwegen und Trails, insgesamt müssen fast 2000 Höhenmeter überwunden werden. Das Besondere: Die Startzeiten für die einzelnen Läufe sind fest vorgegeben und gehen von einer Geschwindigkeit von 5 km/h aus, man hat also, voraussichtlich, nach jedem Lauf eine Pause. Wenn es gelingt, habe ich nach 22 Stunden recht genau 60% meiner Goldsteig Strecke und Höhenmeter überstanden, eine hervorragende Vorbereitung auf mein Jahresziel. Aber ob es, nach schon fast 500 gelaufenen Kilometern im März, gelingen kann, ist die große Frage.

Mein Plan

Um diese Herausforderungen überstehen zu können habe ich einen Plan ausgearbeitet, den ich kurz erklären möchte. Zunächst habe ich mir über die Regeln der Challenge Gedanken gemacht:

  • Prinzipiell zählt jeder Meter, der auf den eigenen Beinen zurückgelegt wird, egal ob gelaufen oder gegangen. Da ich nicht jede kleine Gassi-Runde erfassen und als Training werten möchte, habe ich für mich festgelegt, das ich Wanderungen ab einer Länge von acht Kilometern mitzählen werde (und natürlich alle gelaufenen Strecken).
  • Ganz auf Regeneration möchte ich nicht verzichten, ich werde daher jeden Sonntag einen Erholungstag einplanen. An diesem Tag wird nicht gelaufen, sondern mit den Hunden gewandert.
  • Da die Challenge Teil meines Trainings ist, gibt es einen langen Lauf pro Woche. Die übrige Distanz versuche ich auf die verbleibenden fünf Lauftage gleichmäßig zu verteilen. Tempoeinheiten sind im März tabu.
  • Streckenbedingte „Mehrkilometer“ können jederzeit eingelöst werden, um einen anderen Trainingstag zu verkürzen.
  • In der Woche der „Infinity Loops“ fahre ich die Kilometer schrittweise zurück um zumindest etwas ausgeruhter an den Start zu gehen.
  • Der Plan beinhaltet ein paar Reserve-Kilometer, vor allem für den Fall das es nicht für die 100km bei dem Infinity Loops reicht.
  • Kein „Koste es was es wolle“, wenn ich merke, dass es zuviel wird, breche ich ab. Ich befinde mich in einer frühen Phase meiner Vorbereitung, eine Überlastungsverletzung würde das aus für viele meiner Jahresziele bedeuten.

Mein grober Plan für den März sieht darauf beruhend so aus:

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
1 2 3 4
22km 22km 40km 8km
5 6 7 8 9 10 11
22km 22km 22km 22km 22km 40km 8km
12 13 14 15 16 17 18
22km 22km 22km 22km 22km 40km 8km
19 20 21 22 23 24 25
18km 16km 14km 12km 10km 70km (IL) 30km (IL)
26 27 28 29 30 31
12km 15km 18km 20km 22km 22km

Ich werde wochenweise von der Challenge berichten, über die Infinity Loops schreibe ich einen ausführlichen Laufbericht.

Wochenberichte:

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